Erfolgreiches Employer Branding auf TikTok
31. Oktober 2023

Employer Branding auf TikTok: So erreichst du Azubis und Gen Z

Inhaltsverzeichnis

Stand: 18. Oktober 2026 · Von Lukas Heining, Co-Founder und CEO von Pro & Me

Kurz gesagt: TikTok erreicht die Jahrgänge, die Karriereseiten kaum noch lesen. Employer Branding auf TikTok funktioniert, wenn echte Mitarbeitende in festen Formaten zeigen, wie der Job wirklich ist, und regionale Recruiting Ads die Reichweite dorthin bringen, wo die offenen Stellen sind.

Viele Unternehmen spüren den Fachkräftemangel zuerst bei den Ausbildungsplätzen. Die Stellenanzeige steht online, die Karriereseite ist gepflegt, und trotzdem bleiben Bewerbungen aus. Der Grund ist meist einfach: Die Zielgruppe sucht nicht nach dir. Sie scrollt.

Warum TikTok für Recruiting funktioniert

TikTok verteilt nach Interesse, nicht nach Followern. Ein neuer Karriere-Account kann vom ersten Video an Leute erreichen, die noch nie von deinem Unternehmen gehört haben. Auf Instagram oder LinkedIn brauchst du dafür erst eine Community.

Die Zielgruppe ist schon da. Schülerinnen, Schüler und junge Berufseinsteiger informieren sich auf TikTok über Berufe, Arbeitgeber und Gehälter. Wer dort nicht stattfindet, überlässt das Bild seiner Branche anderen. Und echte Einblicke schlagen Hochglanz: Ein Azubi, der in 30 Sekunden zeigt, wie seine erste Woche war, wirkt glaubwürdiger als jeder Imagefilm. Das senkt die Hürde zur Bewerbung.

TikTok und Instagram zusammen denken

Für Recruiting empfehlen wir meist TikTok und Instagram im Zusammenspiel:

Plattform Rolle Was dort passiert
TikTok Aufmerksamkeit Neue Leute entdecken dich als Arbeitgeber
Instagram Vertiefung Interessierte schauen sich Team, Standort und Alltag genauer an
Anzeigen (regional) Steuerung Reichweite gezielt dort, wo die Stellen sind

Die Karriereseite bleibt wichtig, aber als Ziel, nicht als Einstieg.

5 Formate, die auf TikTok funktionieren

1. Ein Tag im Job

Eine Person, ein Arbeitstag, im Zeitraffer erzählt. Funktioniert besonders gut für Berufe, die von außen niemand versteht: Logistik, Labor, Steuerberatung, Lebensmittelhandel.

2. Azubis beantworten Kommentare

Ihr sammelt echte Fragen aus den Kommentaren und lasst Azubis antworten. Das Format wächst mit dem Kanal und liefert dir die Themen gleich mit.

3. Mythen über den Beruf

„Als Bankkaufmann sitzt man nur am Schalter.“ Stimmt das? Mythen aufgreifen und auflösen ist kurz, unterhaltsam und informiert zugleich.

4. Team-Formate

Wiederkehrende Challenges, Abteilungs-Vorstellungen oder „Wer ist das?“-Formate zeigen das Team. Wichtig: die Kultur zeigen, die es wirklich gibt.

5. Ehrliche Fragen zu Geld und Alltag

Ausbildungsvergütung, Arbeitszeiten, Übernahmechancen: Genau danach sucht die Zielgruppe. Diese Inhalte brauchen eine saubere Freigabe mit HR, sind aber oft die stärksten.

Faustregel: Lieber zwei Formate mit fester Frequenz als zehn Einzelideen. Ein Format wird erst nach mehreren Folgen erkennbar.

Mitarbeitende vor die Kamera holen

Die besten Recruiting-Videos zeigen echte Mitarbeitende. Damit das sauber läuft, klärt vorher:

  • Freiwilligkeit: Niemand muss mitmachen. Wer nicht vor die Kamera will, kann hinter der Kamera helfen, etwa mit Ideen.
  • Einwilligung schriftlich: Bildrechte und Nutzung für organische Posts und Anzeigen in einer Einwilligung regeln.
  • Austritt regeln: Was passiert mit Videos, wenn jemand das Unternehmen verlässt? Legt das vorher fest.
  • Rückendeckung: Klärt, wie ihr mit negativen Kommentaren umgeht. Mitarbeitende müssen nicht selbst antworten.
  • Kennzeichnung: Wenn Mitarbeitende auf eigenen Accounts posten, gelten die Regeln für Werbekennzeichnung.

Recruiting Ads regional ausspielen

Organische Reichweite ist breit gestreut. Für konkrete Stellen an konkreten Standorten braucht es bezahlte Anzeigen, also Recruiting Ads. Mit regionalem Targeting auf TikTok und Instagram erreichst du Leute im Umkreis deiner Standorte. Die besten organischen Videos sind dabei oft die besten Anzeigen, weil sie schon gezeigt haben, dass sie funktionieren.

Welche Kennzahlen zählen

Follower sind für Employer Branding eine schwache Kennzahl. Vereinbart vor dem Start zwei bis vier Ziele, die auf das Recruiting einzahlen:

  • Bewerbungen aus Social Media (über eigene Links oder eine Frage im Bewerbungsformular)
  • Kosten pro Bewerbung bei Anzeigen
  • Anteil passender Bewerbungen
  • Besuche auf der Karriereseite aus Social

Wertet die Zahlen monatlich aus. Nach sechs Monaten habt ihr eine belastbare Grundlage für die nächste Entscheidung.

Typische Fehler

  • Imagefilm im Hochformat: Ein umgeschnittener Unternehmensfilm wirkt auf TikTok wie Werbung und wird übersprungen.
  • Nur die Geschäftsführung spricht: Die Zielgruppe will die Leute sehen, mit denen sie später arbeitet.
  • Keine feste Frequenz: Drei Videos zum Ausbildungsstart, danach Funkstille. So entsteht kein Kanal.
  • Freigaben über drei Wochen: Bis das Video live ist, ist das Thema durch. Ein vorab abgestimmter Rahmen für erlaubte Aussagen beschleunigt jede Freigabe.
  • Keine Verbindung zur Bewerbung: Ohne klaren Weg zur Stellenanzeige verpufft die Reichweite.

Häufige Fragen

Lohnt sich TikTok auch für den Mittelstand?

Ja, gerade für regionale Arbeitgeber. TikTok verteilt nach Interesse, und regionale Ads bringen die Videos zu Leuten in der Nähe deiner Standorte. Du brauchst keine bekannte Marke, um gesehen zu werden.

Wer produziert die Videos, wir oder eine Agentur?

Oft funktioniert eine Mischung: Eine Agentur entwickelt Strategie und Formate und übernimmt die aufwendige Produktion. Azubis und Mitarbeitende liefern Videos aus dem Alltag, nachdem ihr sie dafür geschult habt. Dafür gibt es bei Pro & Me die Inhouse-Academy.

Wie lange dauert es bis zu den ersten Bewerbungen?

Plane für den organischen Kanal mindestens sechs Monate mit fester Frequenz ein. Mit regionalen Recruiting Ads lassen sich erste Bewerbungen deutlich früher erreichen.

Ist TikTok seriös genug für unser Unternehmen?

Die Frage ist, ob deine Zielgruppe dort ist. Für Ausbildung und Berufseinstieg ist sie das. Wie seriös dein Auftritt wirkt, entscheidest du mit den Formaten, nicht die Plattform.

Was ist, wenn wir in einer regulierten Branche arbeiten?

Dann steht der Freigabeprozess vor dem ersten Video: eine Person mit finaler Entscheidung, ein geprüfter Rahmen für Aussagen und feste Fristen. Damit laufen auch Banken, Versicherungen und Pharmaunternehmen auf TikTok. Wie das geht, steht in unserem Leitfaden zum Freigabeprozess für Social Media.

Über Pro & Me

Pro & Me ist eine Social-Media-Agentur aus Berlin und TikTok Premium Partner. Seit 2019 entwickeln wir Strategie und produzieren Shortform Vertical Video für TikTok, Instagram, YouTube und LinkedIn. Zu unserem Employer Branding gehören Karrierekanäle, Mitarbeiterformate und Recruiting Ads. Mit DATEV haben wir einen Employer-Branding-Kanal auf TikTok aufgebaut, in dem Mitarbeitende vor der Kamera stehen. Wie das aussieht, zeigt das Projekt DATEV: Employer Branding auf TikTok.

Mehr dazu: TikTok-Agentur auswählen: 8 Kriterien

Nächster Schritt: Schreib uns über die Anfrage-Seite und erzähl uns, welche Stellen ihr besetzen wollt.


Vertiefung: Unser ausführlicher Guide von 2023

Der folgende Teil stammt aus der ersten Fassung dieses Guides (Oktober 2023). Zahlen und Beispiele zeigen den damaligen Stand.

 

Was ist Employer Branding?

Die Positionierung eines unverwechselbaren Images als Arbeitgeber*in in Form einer Marke, die potenziellen Bewerber*innen und bestehenden Mitarbeitenden zeigt, was das Unternehmen ausmacht und wie es sich von anderen Arbeitgeber*innen unterscheidet.

Diese Arbeitgeber*innenmarke muss in einem strategischen Prozess geschaffen und positioniert werden.

Hierfür wird die Identität des Unternehmens mit all seinen Werten und der Kultur betrachtet.

Worauf genau zielt Employer Branding genau ?

Ziele & Effekte von Employer Branding

Die wichtigsten Ziele sind:

      1. Neue Talente für das Unternehmen zu gewinnen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden
      2. Die Arbeitszufriedenheit bestehender Arbeitnehmenden zu erhöhen, um Motivation und Zusammenhalt zu stärken

Eine gute und starke Employer Brand hat nachhaltige Effekte, die die Unternehmenskultur und das Image langfristig stärken. Eine attraktive und konsequente Arbeitgeber*innenmarke zieht qualifizierte Fachkräfte an und rückt das Unternehmen in das Bewusstsein von Bewerber*innen.

Außerdem entsteht intern eine höhere Loyalität zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden.

 

Hintergrund zum Employer Branding 

Die Positionierung als Arbeitgeber*innenmarke ist eine Antwort auf den “War for Talents”. Auf dem Arbeitsmarkt sind kompetente Fachkräfte so gefragt wie noch nie, weshalb immer mehr Unternehmen auf Employer Branding setzen.

 

Durch die Kluft zwischen den Generationen entsteht eine Lücke im Arbeitsmarkt. Es rücken weniger junge Arbeitskräfte nach und die Anzahl der Mitarbeitenden, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren das Rentenalter erreichen, steigt an.

 

Somit fehlen Arbeitskräfte. Besonders junge. Da es mehr offene Stellen als Arbeitnehmende gibt, besitzen sie eine höhere Entscheidungsgewalt. Die Unternehmen müssen dementsprechend um die Aufmerksamkeit der Fachkräfte ringen.

 

Der Fokus auf die junge Zielgruppe erfordert – bereits sichtbare – Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie bei der Personalgewinnung.

 

Themen wie New Work oder die Work-Life-Balance sind längst keine Trends mehr, sondern werden besonders von den Jüngeren vorausgesetzt. Sie haben konkrete Ansprüche an ihre zukünftigen Arbeitgeber*innen.

 

Doch wie genau verhält sich diese junge Zielgruppe auf dem Arbeitsmarkt?

 

Employer Branding für die Generation Z

Unternehmen suchen Nachwuchs bereits für Ausbildungsplätze, bis hin zu Berufseinsteigenden, die gerade fertig mit dem Studium sind. Somit ist eine Altersspanne von ca. 15 bis 30 Jahren in der Personalwirtschaft am relevantesten.

 

Das ist die Generation Z (Jahrgänge von ca. 1997 bis 2012). Die jüngste Kohorte, die aktuell ins Erwerbsleben eintritt.

 

Diese Generation ist eine besondere und anspruchsvolle Zielgruppe. Eine Kohorte, die als Digital Natives aufwächst und so viele gesellschaftliche Krisen durchlebt wie kaum eine vor ihr. Dementsprechend sind die Ansichten und Werte dieser Generation anders als die der Baby Boomer oder Gen X.

 

Besonders in Bezug auf die Arbeit. Laut einer Umfrage haben 89% der Gen-Zler weder ein Problem damit, ihren Kolleg*innen und der Geschäftsführung offen und ehrlich Feedback zu geben, noch den Betrieb zu verlassen, wenn sie etwas stört.

 

52% gaben an, dass Probleme im Umgang mit Manager*innen oder Kolleg*innen ein Grund ist, den Job zu wechseln.
Für 48% ist unzureichende Bezahlung ein Grund, zu gehen.

 

Diese Generation ist nicht leicht zu überzeugen und kein Obstkorb oder Kickertisch wird sie langfristig an ein Unternehmen binden. Auch im Bewerbungsprozess sind konservative Aspekte wie steife Bewerbungsgespräche ein Grund, sich gegen ein Unternehmen zu entscheiden.

 

Deshalb entwickeln sich neue und innovative Arten der Personalbeschaffung. Wie zum Beispiel das Social Recruiting – die Personalgewinnung über soziale Medien wie TikTok.

 

Vereinzelte Unternehmen zeigen sich auf den Kanälen, um Einblicke in die Kultur und den Arbeitsplatz zu gewähren. Besonders auf TikTok finden immer mehr Employer Brands statt.

 

Erfolgreiches Employer Branding auf TikTok, denn 40 % der Nutzer*inenn auf TikTok interessieren sich für Recruiting Kmapagnen und Jobangebote.

 

Wie funktioniert TikTok?

Immer mehr Unternehmen beginnen, TikTok für verschiedene Zwecke zu nutzen. Einige Unternehmen möchten über TikTok neue Kund*innen gewinnen, andere wollen ihre Brand Awareness verbessern und immer mehr Unternehmen starten auf TikTok, um ihre Employer Brand auf und auszubauen. Oder einfach gesagt: Um neue – meist junge – Mitarbeitende zu finden. Das Personalmarketing der Gegenwart (und der nächsten Jahre) also.

 

TikTok hat sich in den letzten Jahren als eine der führenden Content-Plattformen im Web etabliert. Richtig gehört: TikTok ist keine Social Media-App, wie es Facebook oder LinkedIn sein sollen.

TikTok ist eine Content-Plattform.

Um genau zu sein: Eine Kurzvideo-Plattform mit Social Features.

 

TikToks Relevanz ist in den letzten Jahren so rasant gestiegen, dass es für Unternehmen kaum mehr Ausreden gibt, um nicht auf TikTok stattzufinden.

 

Warum sollte TikTok für Employer Branding genutzt werden?

Große Nutzer*innenbasis

Alleine in Deutschland zählt TikTok mittlerweile 25 Millionen monatlich aktive Nutzende. Das ist immerhin etwas mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung.

Zum Vergleich mit den anderen Sozialen Medien:

 

Am interessantesten ist, dass TikTok unfassbar schnell gewachsen ist in den letzten Jahren.

 

Es gibt immer mehr Creator*innen und Unternehmen, die Content produzieren (Fun Fact: In einer Minute werden 167 Mio. TikToks angeschaut).

 

Usage Time

TikTok hat nicht nur viele User*innen. TikTok wird von seinen User*innen geliebt.

 

Im Durchschnitt verbringt ein*e User*in knapp 90 Minuten am Tag auf der Plattform. Das ist deutlich mehr Zeit als beispielsweise bei Instagram, YouTube, Snapchat oder Facebook.

 

90% der TikTok Nutzenden sind jeden Tag auf der App unterwegs und öffnen diese im Durchschnitt dafür 8x täglich.

 

Die App hat zwar weniger aktive Nutzer*innen als Instagram, YouTube und Facebook, übertrifft im Vergleich jedoch alle anderen, wenn es um die Nutzungsdauer geht. 

 

Und es wird eins deutlich: TikTok User*innen sind aktiv und präsent.

 

Hohe Engagement-Raten

Das Engagement auf der Plattform ist enorm. Schließlich ist die Community unfassbar aktiv. Die durchschnittliche Engagement-Rate liegt bei 5,38%.   

 

Welche Themen genau reizt die Community? Es gibt drei große Kategorien, die auf TikTok beliebt sind:

      • Unterhaltung
      • Information/Bildung 
      • Inspiration

 

Junge Zielgruppe

Wer als Employer Brand nach jungen Berufseinsteigern sucht, der wird sie auf TikTok finden. Denn zwei Drittel aller Jugendlichen in Deutschland nutzen TikTok.

 

41% der User*innen sind zwischen 18 und 24 Jahren alt. Das sind genau die Personen, die gerade ihren Schulabschluss, eine Ausbildung oder ein Studium machen.

 

Einige von ihnen sind vielleicht bereits auf Jobsuche.

 

Authentizität und Vertrauen

Was reizt diese vielen jungen Menschen, TikTok so viel und ausgiebig zu nutzen?

 

Definitiv das enorme Gemeinschaftsgefühl und die authentisch unterhaltenden Inhalte. 

 

TikTok beeinflusst den kulturellen Mainstream des aktuellen Zeitgeistes so wie keine andere Plattform. Popkultur, Trends, Slang, Diskussionen – finden auf TikTok statt.

Und das sind Themen, die die Gen Z interessiert (aka. deine neuen Arbeitnehmer*innen).

 

Und deswegen erreichst du mit humorvollen und echten Inhalten auf TikTok eine ganze Menge. Die Generation Z merkt schnell, dass etwas “fake” ist und will die echten Seiten eines Unternehmens sehen. 

 

Zeigst Du auf TikTok dein “wahres” Gesicht als Arbeitgeber, baut das Vertrauen zur Community auf. Die Audience auf TikTok möchte ernst genommen werden und sieht es gerne, wenn Unternehmen sich etwas trauen. Perfekt produzierte Videos sind dafür nicht mal notwendig. Wichtig ist, dass der Content unterhaltsam und authentisch ist. 

 

Außerdem legt die Gen Z großen Wert auf die Werte und die Kultur eines Unternehmens.

96% der Berufseinsteigenden sind mit den Unternehmenswerten bestens vertraut.

 

Wie kann TikTok für Recruiting eingesetzt werden?

Jetzt hast du schon einmal einen ersten Überblick darüber, was TikTok ist, was es besonders macht und warum du dein Employer Branding und Recruiting auch auf TikTok bringen solltest. Im nächsten Schritt schauen wir uns einmal an, wie genau das für dich aussehen kann.

 

Was für Möglichkeiten bietet dir TikTok, um effektives Personalmarketing zu betreiben und neue Mitarbeitende zu finden?

 

Eigenen Content erstellen

Die naheliegendste Möglichkeit ist es, dass Du eigenen Content auf TikTok erstellst. Das bedeutet, dass Du Videos produzierst und diese auf deinem Kanal hochlädst. Das kann mit deinen Mitarbeiter*innen sein oder auch gemeinsam mit Influencer*innen!

 

An dieser Stelle wollen wir gar nicht zu sehr darauf eingehen, welche technischen und kreativen Möglichkeiten dir gegeben werden, sondern uns eher auf strategischer und konzeptioneller Ebene bewegen.

 

Vorteile

Der größte Vorteil, den Content für die Employer Brand selbst zu erstellen, ist, dass es kein “bares” Geld kostet. Es sind nur einige interne Ressourcen notwendig, um Inhalte zu kreieren. Außerdem wirkt es direkt authentischer, weil es aus eigener Hand kommt.

 

Aufwand

Erstellst du in deinem Unternehmen die Inhalte selbst, ist das mit einem gewissen Aufwand verbunden, um unterhaltsame Videos zu gestalten, die Value für die potenziellen Bewerber*innen bieten. Wie genau du Mehrwert in gute Videos verpacken kannst, erfährst du in unserem TikTok Marketing Guide.

 

Diese Aufgaben müssen personaltechnisch abgedeckt werden, wenn du dich dafür entscheidest, TikTok Content selbst zu erstellen.

 

      • Konzeption
        • Jemand muss sich Gedanken machen, was für Videos gedreht werden, was die Inhalte sind und wie das mit der allgemeinen Marketingstrategie zu vereinbaren ist. Im besten Falle übernimmt das ein Social Media Manager. 7 Evergreen Content Ideen für Unternehmen findest Du hier.

 

      • Produktion
        • Die Videos müssen gedreht, geschnitten und bearbeitet werden. Wer soll vor der Kamera stehen und wer steht hinter der Kamera? Es ist kein allzu großer Aufwand notwendig, um gute Videos zu produzieren. Trotzdem sollte genügend Zeit eingeplant werden.

 

      • Redaktion
        • Wenn die Videos stehen, müssen diese gepostet werden. Und dann ist es noch nicht getan. Kommentare und Direktnachrichten müssen beantwortet werden und auch das langfristige Controlling ist wichtig. Welche Videos liefen gut? Was für Formate funktionieren nicht? Was kann verbessert werden? So gewinnt zum Beispiel TikTok SEO immer mehr an Relevanz. Das bedeutet, dass wir unsere Videos im Editing und beim Posting optimieren, um für bestimmte Suchbegriffe angezeigt zu werden. Wie genau das funktioniert, lernst Du in unserem TikTok SEO Guide.

 

Du siehst, TikTok ist nicht wenig Arbeit. Deshalb brauchst du ausreichende Personalressourcen! Nicht gut geplante Inhalte arbeiten ins Leere und werden keinen Mehrwert für die Audience bieten. 

 

Best Practice

Der TikTok-Kanal von Ziehl Abegg – ein Unternehmen, das unter anderem Ventilatoren verkauft – ist mehr als erfolgreich!

Denn der Betrieb dreht regelmäßig witzige Videos mit der ganzen Belegschaft inklusive dem Chef. Dabei sind sie witzig, kreativ und verwandeln das vielleicht “langweilig” erscheinende Büro in ein lustiges Ambiente mit netten Kolleg*innen. 

 

In den Videos lernt man die Belegschaft kennen, denn sie nehmen fleißig an Challenges und Trends teil und zeigen sich in zahlreichen Formaten. Das Produkt der Firma ist eher nebensächlich – es zählt vor allem das Team und der Spaß am Arbeitsplatz!

 

Corporate Influencer aufbauen

Wer kann die Marke von Arbeitgeber*innen am authentischsten darstellen? Genau! Mitarbeitende selbst. Das ist das Prinzip von Corporate Influencern.

 

Das sind intern Beschäftigte, die die Möglichkeit bekommen, einen eigenen Kanal aufzubauen, auf dem sie Content für das Unternehmen selbständig produzieren.

 

Dort greifen sie die Arbeit und die Unternehmenskultur auf, in dem sie Zuschauer*innen direkt mit an den Arbeitsplatz nehmen und ihnen ihren Arbeitsalltag zeigen.

 

Vorteile

Corporate Influencer helfen dabei, die Arbeitgeber*innenmarke zu vermenschlichen und schaffen langfristig einen Wiedererkennungswert mit deiner Employer Brand. Zuschauende können deine Mitarbeitenden “kennenlernen” (quasi die zukünftigen Kolleg*innen) und bekommen direkte Einblicke. 

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Workload für die Content-Erstellung nicht mehr an so vielen Personen hängt. Die Corporate Influencer überlegen sich selbst, was sie posten und übernehmen die Bearbeitung und das Posten der Videos.

 

Und die Rolle als Corporate Influencer kann sich maßgeblich auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden auswirken!

 

Aufwand

Auch, wenn bspw. Social Media Manager etwas weniger Arbeit haben, ist natürlich die allgemeine Organisation für den Einsatz der Corporate Influencer höher.

 

Beachte, dass nicht jede*r Mitarbeiter*in dafür in Frage kommt. Die Person sollte für diese Rolle geeignet sein und die anfallenden Aufgaben selbständig übernehmen können.

 

Außerdem sollte diese Person natürlich auch überzeugt von der Arbeit sein, damit die Inhalte auch authentisch wirken.

 

Wenn sich jemand Passendes gefunden hat, ist es wichtig, dass diese*r Mitarbeiter*in speziell ausgebildet wird für diese Aufgabe.

Sie sollte mit TikTok umgehen können und verstehen, worum es auf der Plattform geht.

 

Best Practices

Als Corporate Influencer kann man richtig kreativ werden!

 

Wie zum Beispiel Postbotekuba, der nicht nur auf dem Kanal von Deutsche Post DHL zu sehen ist, sondern seinen Arbeitsalltag als Postbote auf seinem eigenen Kanal zeigt (dort hat er übrigens sogar mehr Follower*innen als der offizielle Account von Deutsche Post DHL).

 

In den Videos werden verschiedene Mitarbeiter*innen vorgestellt, darunter Azubis, duale Studenten und Arbeitnehmende. Dabei werden auch spezielle Berufe wie Ausliefer*in oder Mechatroniker*in vorgestellt und Fragen zu den Jobs von den Mitarbeitenden beantwortet.

 

Der Kanal ermöglicht einen umfangreichen Einblick in die Prozesse hinter den Kulissen – es werden die Sortieranlagen und die verschiedenen Fahrzeuge gezeigt. Sogar auf dem Flughafen Landeplatz ist man mit dabei! 

 

Einige dieser Videos macht Postbotekuba, der auch auf einem eigenen Kanal über 33 K Follower*innen mit DHL-Content unterhält. Er trägt immer seine gelbe Jacke und zeigt seine schönsten und coolsten Momente vom Ausliefern. In verschiedenen Formaten challenged er sich gegen den Influencer dieser.johnny oder beantwortet die Fragen der Community.

 

Paid Ads schalten

Wenn du auf TikTok aktiv wirst – sei es mit selbst gedrehten Videos oder in Form von Corporate Influencer Content – bietet es sich an, die Inhalte mit Ads zu unterstützen.

 

So können mehr Personen deine Videos sehen und du erhöhst die Chance, den ein oder anderen Interessenten für dein Unternehmen zu finden.

 

Ad-Formate sehen auf TikTok ganz unterschiedlich aus, wie z. B. diese hier:

      • In-Feed Anzeigen
        • Diese Anzeigen erscheinen im Haupt-Feed von TikTok und sind üblicherweise 5 bis 60 Sekunden lang. Sie können verschiedene Arten von Inhalten wie Bilder, Videos, Hashtags und Musik enthalten.
      • TopView-Anzeigen

        • TopView-Anzeigen sind zwar ähnlich wie In-Feed Anzeigen, jedoch werden diese Videos als erstes angezeigt, wenn Benutzer*innen die App öffnen.
      • Branded Hashtag Challenge

        • Dies ist eine Kampagne, bei der Benutzer*innen aufgefordert werden, Inhalte mit einem bestimmten Hashtag zu erstellen und zu teilen.

TikTok Ad Creatives

 

Rund um das Thema Anzeigen müssen so einige Dinge beachtet werden, wie unter anderem die Kosten oder auch die kreative Erstellung.

 

Influencer Kampagnen einsetzen

Auch Influencer können dein Employer Branding unterstützen, indem sie ihrer Community zeigen, was das Besondere an deinem Unternehmen ist.

 

Für die Generation Z haben Influencer eine große Glaubwürdigkeit. Mit den richtigen Influencern kannst du also eine spezifische Zielgruppe direkt erreichen.

 

Vorteile

Die große Reichweite und die Beziehung zur Community können deine Employer Brand schnell und zielgruppenspezifisch bekannt machen.

 

Außerdem kann der individuelle Stil der Influencer dabei helfen, dein Unternehmen in einem ganz originellen Licht zu zeigen.

 

Eine langfristige Zusammenarbeit mit Influencern kann dazu beitragen, dass ihr Gesicht mit deiner Employer Brand assoziiert wird.

 

Aufwand

Auch beim Einsatz von Influencern ist eine definierte Strategie notwendig. Es ist wichtig, im Vorfeld die Ziele und Zielgruppen deiner Influencer-Kampagne festzulegen.

 

Auch die Auswahl passender Influencer braucht Zeit! Schließlich sollte der Fit authentisch sein. Allerdings kann eine Agentur dich bei diesem Prozess unterstützen. Meistens haben TikTok-Agenturen einen direkten Draht zu Influencern.

 

Eine Influencer Kampagne kostet außerdem mehr Geld, als wenn du die Inhalte selbst erstellst. Wie viel Influencer kosten, ist immer unterschiedlich und kommt stark auf den Influencer und den Umfang der Kampagne an.

 

Best Practices

Mithilfe mehrerer Influencer*innen kreierte Flink eine Kampagne, um neue Flink Rider zu akquirieren.

 

 

Dafür haben verschiedene Influencer*innen auf ihren eigenen Kanälen Videos gepostet, in denen sie die Vorteile und Rahmenbedingungen der Arbeit eingebunden haben.

 

Das Ganze auf eine lockere und lustige Weise – und das im jeweiligen Stil der Influencer*in. Somit konnten sie die Reichweite der Kanäle nutzen, um neuen Leuten den Job als Flink Rider näher zu bringen.

 

TikTok Community Management für Employer Branding

Eine Disziplin, die auf TikTok immer relevanter wird, ist das Community Management. Hierbei wird aktiv unter eigenen Beiträgen und unter Beiträgen von anderen interagiert.

 

Auf TikTok bedeutet das vor allem die Interaktion mit anderen über die Kommentare. Es wird ganz bewusst in den Kontakt mit der Community getreten, denn das macht besonders Marken unfassbar nahbar für die Audience.

 

Doch was genau hat das für Vorteile im Employer Branding?

 

Zu aller erst baut es Sympathie für deine Employer Brand auf. Du begibst dich nämlich auf Augenhöhe mit den Menschen, für die du interessant sein möchtest. Umso häufiger User*innen deinen Brandnamen in einem witzigen Kontext unter viralen Videos sehen, desto positiver nehmen sie dich wahr.

 

Deine Marke wird dann als ehrlich und transparent wahrgenommen. Und genau das möchtest du ja für deine neuen Bewerber*innen auch sein! Es zeigt ihnen, dass du dich mit aktuellen Trends und Themen auseinandersetzt und weißt, was die Zielgruppe interessiert.

 

Außerdem kannst du dich durch Community Management gezielt positionieren und dich zu konkreten Themen äußern.

 

Es wird auf jeden Fall die (Employer) Brand Awareness steigern und sich im besten Fall noch dein Markenimage stärken.

 

So nutzt du TikTok erfolgreich für dein Employer Branding – Zusammenfassung

Employer Branding ist kein allgemeines Thema, das für den ein oder anderen interessant ist. Wer nach kompetenten Fachkräften sucht, für den ist eine authentische und originelle Arbeitgeber*innenmarke unabdingbar.

 

Besonders gegenüber der Generation Z sollten Unternehmen sich als zukunftsorientierte Arbeitgeber*innen zeigen. Alte eingesessene Recruiting Maßnahmen funktionieren bei diesen neuen Berufseinsteiger*innen nicht.

 

Deshalb wird TikTok von Unternehmen vermehrt genutzt, um ihr Employer Branding zu unterstützen. TikTok bietet eine einzigartige Gelegenheit, authentische Inhalte zu teilen und das Vertrauen der Generation Z – aka. deiner neuen Mitarbeitenden – durch Einblicke in die Unternehmenskultur und Werte aufzubauen.

 

Für das Recruiting auf TikTok kannst du selbst Content erstellen, in dem du z. B. Corporate Influencer einbindest. Du kannst aber auch mithilfe von Influencer-Kampagnen auf deine Arbeitgeber*innenmarke aufmerksam machen.

 

Wenn du Hilfe bei der Content-Konzeption und -Erstellung brauchst, wir betreuen im Bereich Employer Branding große Brands wie bspw. Datev!

 

 

Du bist dir sowieso noch unsicher was TikTok angeht? Dann solltest du dir diese 5 Gründe anschauen, weshalb du unbedingt mit TikTok Marketing starten solltest!

 

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